Wassereinlagerungen- Hilft ein Reistag?

Gegen Ende der Schwangerschaft tauchen immer mehr Schwangerschaftsbeschwerden auf. Besonders unangenehm finde ich die Wassereinlagerungen im Körper. Ich bin morgens oft mit steifen Fingern aufgewacht und auch meine Waage ist manchmal regelrecht explodiert durch das viele Wasser in meinem Körper. Da dies in der Schwangerschaft oft normal ist, sollte man auf keinen Fall Medikamente für das Entziehen von Wasser nehmen. Meine Hebamme sagte, ich sollte viel Trinken und liegen. Möglichst warm mit einer Decke eingepackt, dass die Nieren gut arbeiten können. Zusätzlich könnte ich auch einen Reistag einlegen. Reis, so sagt man, hat anscheinend eine entwässernde Wirkung.

Reistag- Wie muss ich mir das vorstellen?

Ich konnte mir nicht recht vorstellen, was ich unter einem Reistag zu verstehen habe. Nur Reis den ganzen Tag überessen? Aber nur mit viel Trinken und warm halten, bekam ich meine Wassereinlagerungen nicht in Griff. Also wieso das ganze nicht mal ausprobieren. Da ich gerne Reis esse, kann das ja nicht so schlimm werden.

Zum Frühstück gibt es Milchreis

Also kochte ich mir gleich am morgen eine grosse Portion Milchreis, so dass ich ein Teil warm zum Frühstück essen kann und den Rest über den Tag verteilt bei Hunger kalt esse. Dazu kochte ich ganz normal Milchreis nach Rezept und nahm zum Süssen Ananassaft (Ananas gehört zu den Obstsorten, welche ebenso gut für die Entwässerung sei).  Dazu gab es zusätzlich die Ananas klein geschnitten und ebenso eine Birne. Da ich mir Milchreis ohne Zimt nicht vorstellen kann, habe ich eine Prise Zimt daruntergemischt. Passt aber auf, da Zimt wehenanregend ist, bitte nicht zu viel.

Den ganzen Tag über habe ich dann 4.5 Liter Tee und Wasser getrunken und es mir auf dem Sofa mit der Bettdecke bequem gemacht. Draussen war das Wetter eh nicht sonderlich gut (Regen), sodass ich auch kein schlechtes Gewissen hatte.

Curryreis zum Abendessen

Zum Abendessen habe ich dann einen Curryreis gekocht. Dazu habe ich Wildreis normal in kochendem Wasser zubereitet und danach mit Sojasosse, Currypulver, Paprikapulver, Curcuma, Ingwer (auch nur ganz wenig) gemischt. Da mein Mann mit mir zu Abend isst, habe ich dazu noch ein Lachsfilet und Pak Choi Gemüse gekocht. Wobei mein grösster Anteil auf dem Teller der Reis war.

Ergebnis- am nächsten Tag

Ob der Reistag wirklich etwas gebracht hat, bin ich mir nicht so sicher. Allerdings fühlte ich mich nicht ganz so schwer und auch etwas beweglicher (habe die Wohnung geputzt und Wäsche gemacht ohne Mühe). Auch die Waage zeigte im Vergleich zu gestern 500 Gramm weniger an. Also habe ich bestimmt etwas Wasser verloren. Nach Absprache mit meiner Hebamme kann ich den Reistag zweimal in der Woche (aber nicht hintereinander) bis zur Geburt durchführen. Das werde ich auch so machen, denn schaden tut es mir nicht und mein Wohlbefinden wird wirklich gesteigert.

Zusätzliche Hilfsmittel

Zusätzlich zum Reistag ist es auf jeden Fall nicht schlecht, wenn ihr täglich Stützstrümpfe anzieht. Das mag im Sommer ziemlich unangenehm sein und ist vielleicht durch kalt/ warme Wechselduschen besser in den Griff zu bekommen. Ich war im Winter aber ganz froh um die Strümpfe. Ebenso ganz viel Trinken! Ich habe mir täglich Morgens und Mittags eine Kanne Tee (1.5 Liter) gekocht und zusätzlich noch Wasser getrunken. Jeden Tag spazieren gehen, mindestens eine halbe Stunde und danach ein warmes Salzwasserbad. Das tut dem Körper und der Seele sehr gut.

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