Pucken- Wie beruhige ich mein Baby?

Pucken- für uns ein unglaublich effektives Hilfsmittel

unser schreienden Baby zu beruhigen. Es hört sich im ersten Moment brutal an, wenn man ein Baby in ein Tuch so fest einwickelt, dass es sich nicht mehr so bewegen kann, doch die Erklärung, welche dahinter steckt macht Sinn:

Warum Pucken und was ist das?

Unsere Hebamme meinte: So gut wie jedes Baby schreit am Anfang meistens aus den folgenden Gründen: Hunger, volle Windel, müde, Schmerzen (Bauchweh oder was anderes), oder manchmal aus Überforderung. Besonders in der ersten paar Tagen bzw. Wochen sind die Kleinen mit ihrer neuen Welt meist überfordert. Sie kommen aus dem engen warmen Bauch plötzlich in die grosse weite Welt, die sie weder gut Sehen noch begreifen können. Unsere Hebamme hat schon seit 40 Jahren Berufserfahrung und hat sich ihr Wissen in der ganzen Welt angeeignet. In den meisten Kulturen werden Babys gepuckt und das ist auch etwas ganz normales. Mit dem Pucken wird die Enge und Wärme im Bauch nachempfunden. Dabei wird das Baby möglichst eng mit einem luftdurchlässigen Baumwolltuch eingewickelt, sodass es nicht mehr mit den Ärmchen und Beinchen in die Leere um sich schlagen kann.

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Unsere Erfahrungen mit dem Pucken

Unsere Tochter hatte am Anfang sehr mit der Verdauung zu kämpfen. Die ganze Umstellung mit dem Stillen, Luft schlucken, etc. hat ihr oft in den Abendstunden Bauchkrämpfe und Koliken verursacht. Sie hat dann angefangen, wie wild um sich zu schlagen und vor Schmerzen oder Unverständnis geschrien und konnte sich kaum beruhigen. Unsere Hebamme gab uns den Tipp, es mit dem Pucken zu versuchen. Nachdem wir in der zweiten Woche vom Kinderarzt abgeklärt haben, dass ihre Hüften in Ordnung waren, haben wir sie als alle möglichen Schreivarianten (Hunger, volle Windel, …) ausgeschlossen waren in ein schönes Baumwollswaddle eingewickelt und sie war schlagartig ruhig. Meistens schlief sie dann nach ein paar Minuten ein und wir konnten sie wieder entpucken. Wir hatten das Gefühl, dass sie, wenn sie Bauchweh hatte mit ihren Ärmchen und Beinchen wie wild um sich schlug und sich völlig hilflos fühlte. Da half auch ein Festhalten von Papa oder Mama nicht. Als sie eingewickelt war und dann herumgetragen wurde, war sie sehr ruhig. Meistens bekam sie dann noch einen Nuggi zum nuckeln. Da ihre Fäustchen, die sie immer bevorzugt zum nuckeln verwendet hatte, im Tuch festgebunden waren. Wir haben sie meist sehr schnell wieder aus dem Pucken befreit, sobald sie ruhig schlief. Ich fand es besser ihr den Freiraum zu lassen sich zu bewegen, wenn sie wollte. Ausserdem konnte ich besser ihre Temperatur kontrollieren (je nachdem was sie anhatte, war das Pucktuch dann zu warm, so dass sie ins Schwitzen kam.) Während meines Rückbildungskurses habe ich andere Mamas kennengelernt, welche ihre Kinder zum Schlafen gepuckt haben und die Kleinen somit im Pucktuch im Schlafsack die Nacht über friedlich geschlafen haben.

Ein Hilfsmittel gegen Bauchschmerzen

In unserem Fall hat das Pucken und viel Körpernähe (bei Mama und Papa) sehr geholfen, die Bauchschmerzen in den Griff zu bekommen. Unsere Tochter hat nur sehr selten geschrien und meistens nur wenn sie wirklich starke Schmerzen bzw. Koliken hatte.

Anleitung Pucken- Einfach mal ausprobieren

Probiert das Pucken doch einfach mal aus. Lasst euch von eurer Hebamme oder jemanden, der das Pucken kennt zeigen, wie ihr euren Schatz einwickeln könnt.

Eine Anleitung mit Bildern bzw. Video findet ihr sonst unter http://www.familienleben.ch/baby/austattung/pucken-so-geht-es-3431.

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