Nicht für zwei aber gut essen – Ernährungstipps für schwangere Frauen

Hast du auch schon gelesen, dass immer wieder betont wird, dass Schwangere nicht „für zwei“ essen sollen? Gemeint ist dabei, die Essensmenge. Denn tatsächlich benötigen Schwangere kaum mehr Kalorien als zuvor. Der Mehrbedarf liegt gerade einmal bei etwa 100 kcal pro Tag. Diese Kalorien liefern eine halbe Scheibe Vollkornbrot oder ein Becher Naturjoghurt. Erst in den letzten 4 Schwangerschaftswochen steigt dein Energiebedarf und liegt bei etwa 300 kcal pro Tag zusätzlich.
Wer das nicht beachtet und deutlich mehr Kalorien als zuvor zu sich nimmt, wird feststellen, dass die Zahl auf der Waage übermäßig nach oben schnellt. Die überflüssigen Pfunde sind nach der Geburt häufig sehr störend und nur schwer wegzubekommen. Zudem müssen Schwangere, die zu schnell viel zu viel Gewicht zunehmen, mit gesundheitliche Folgen rechnen, sowohl für sich als auch für das ungeborenes Kind.
Dieser Beitrag soll dich nun nicht zum Kalorienzählen motivieren, nein – ganz im Gegenteil. Versuche auf deinen Körper zu hören und bewusst zu essen. Schwangere haben zwar keinen großen Mehrbedarf an Kalorien, aber der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ist deutlich erhöht.

Vitaminreich ernähren
Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung gelingt, wenn du zu Nahrungsmittel greifst, die wenig Energie aber reichlich Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Versuche regelmäßig Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarmen Milch und Milchprodukten sowie Fisch zu essen. Einige Lebensmittel werden für Schwangere als kritisch eingestuft und sollten gemieden werden. Hierzu gehören rohe tierische Produkte, wie rohes Fleisch, Fisch oder Eier aber auch Rohmilchprodukte und ungewaschene Salate. Diese Lebensmittel können Salmonellen, Listerien und andere Erreger enthalten und eine Lebensmittelinfektion auslösen. Weitere Infos zu „kritischen“ Lebensmitteln in der Schwangerschaft findest du hier.
Wie viele Mahlzeiten?
Jede Schwangere hat ihre eigenen Vorlieben und Gewohnheiten wie oft am Tag sie isst und kann selbst entscheiden wie viele Mahlzeiten sie zu sich nimmt. Vielen fällt es einfacher, z.B. bei Übelkeit, Sodbrennen und in der Endschwangerschaft, wenn das Kind größer ist und auf den Magen drückt, fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag zu sich zu nehmen.
Essgewohnheiten überdenken
Die Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt, um die eigenen (Ess-) Gewohnheiten zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Das gilt auch für den werdenden Vater! Mit Unterstützung des Umfeldes fällt es der werdenden Mutter deutlich einfacher mit einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung zu einer gesunden Entwicklung des Kindes beizutragen.

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